Küche und Co – gibt es sichere Küchen?


Jeder Raum bringt seine eigenen Herausforderungen und sollte für Ihre Sicherheit und die Ihrer Familie einzeln betrachtet werden. In diesem Beitrag schauen wir uns die Küche etwas genauer an. Die eine oder andere Statistik würde sogar vom gefährlichsten Raum des Hauses reden. Doch warum ist das so?

Das Rezept für potentielle Katastrophen besteht aus scharfen Gegenständen, Chemikalien, Feuer und einigen Lebensmitteln.

Brandschutz in der Küche

Der häufigste Unfall in der Küche sind Verbrennungen. Außerdem werden 40% aller Hausbrände durch das Kochen ausgelöst.

Hätten Sie das gedacht?

Hier kurz einige Inspirationen: Passen Sie auf Ihre Haare auf wenn es so richtig heiß auf dem Kochfeld wird! Handtücher und Kochlappen brennen zum Teil auch richtig gut, wenn sie lange auf der Hitze liegen.

Was macht man bei einem Gasbrand auf dem Kochfeld?

Nicht mit Wasser löschen! Das macht es nur schlimmer.  Im besten Fall haben Sie eine Löschdecke direkt am Herd. Herkömmliche Feuerlöscher funktionieren bei Gasbränden nicht. Achten Sie stets auf das richtige Löschmittel und halten Sie dieses immer in der Nähe potentieller Gefahrenquellen. Ich habe bei meiner Recherche einen Bericht gelesen, in dem der Gasbrand mit Backpulver unter Kontrolle gehalten wurde. 

Wenn die Küche brennt, kontaktieren Sie die Feuerwehr!

Der richtige Rauchmelder für die Küche

Es ist eigentlich ganz einfach. In der Küche nehmen Sie keinen klassischen Rauchmelder. Technisch betrachtet gibt es einen Infrarot Sender und Empfänger und bei Unterbrechung durch den Rauch wird dieser ausgelöst. Das ist natürlich Quatsch, in dem einem Raum  wo es häufiger zu Rauch, Qualm & Dampf kommt. Aus diesem Grund wählt man am besten einen Brandmelder der auf Wärme reagiert. Oder anders ausgedrückt. In der Küche verwendet man Wärmemelder bzw. auch Hitzemelder genannt. Diese reagieren auf eine Maximaltemperatur oder auf einen Temperaturanstieg in kurzer Zeit. Die normalen Kochaktivtäten reichen dabei nicht aus. Es muss schon richtig heiß werden. 

Sollten Sie Ihr Kochfeld mit Gas betreiben, können Sie zusätzlich noch einen CO-Melder in der Küche verbauen. Wenn zum Beispiel die Gasleitung oder das Kochfeld defekt ist, meldet dieser den Austritt von Gas und informiert Sie über die Gefahr. Die beiden genannten Melder sind eine tolle Möglichkeit den „gefährlichsten Raum Zuhause“ um einiges sicherer zu machen.

Welche Gefahren lauern sonst noch in der Küche?

Die zweithäufigste Verletzung nach Verbrennungen werden durch Messer in der Küche verursacht. Es soll helfen wenn man Messern den richtigen Platz zur Aufbewahrung bietet. Am besten in einem Messerblock oder durch einzelne Kappen auf den Messern.

Autsch, Vorsicht Messer

Das verhindert zwar nicht die Gefahr während man etwas klein schneidet, aber zumindest schützt man sich davon, in die Schublade zu greifen und sich zu schneiden.

Wenn es sich in Ihrer Küche anbietet, können Sie auch einen Magnetstreifen für die Aufbewahrung von Messern benutzen. So hat man immer gleich alle auf einem Blick und die Messer sind gut verstaut.

Es bietet sich grundsätzlich auch immer an, die Messer von anderen Küchenbesteck und Utensilien zu trennen. So besteht keine Gefahr, dass Sie aus Versehen in ein Messer fassen, während Sie etwas ganz anderes suchen.Wir haben bei uns Zuhause eine Schublade nur mit Messern. So wissen wir zumindest immer sofort, dass es kein Fach zum wühlen ist.

Worauf sollte man bei der Benutzung von Messern achten?

Achten Sie darauf, das Messer immer scharf zu halten. Eine schärfere Klinge erfordert bei der Benutzung weniger Druck als eine stumpfe Klinge und ist somit immer sicherer. Auch wenn ich wirklich kein Experte in der Küche bin und schon gar kein Koch, eine Sache möchte ich Ihnen noch mit auf den Weg geben: probieren Sie niemals ein fallendes Messer zu fangen. Gehen Sie stattdessen dem Messer aus dem Weg.

Experimente aus meiner Küche

Viele Leute nutzen den Spülenunterschrank zur Aufbewahrung von Reinigungsmitteln, Spülmaschinentabs und anderen chemischen Produkten. Aus diesem Grund ist es extrem wichtig, diesen Schrank vor neugierigen Haustieren und Kindern zu schützen. Die Kappen der Reinigungsmittel sollten immer fest verschlossen sein. Wichtig ist auch das Aufbewahren der Etikette, um in einer Gefahrensituation den Anweisungen folgen zu können.

Ammoniak und Bleichmittel sollten niemals am selben Ort lagern, da die Mischung der Dämpfe eine giftige Substanz erzeugt.

Aus Sicht der Sicherheitstechnik gibt es verschiedene Empfehlungen, wie Sie gefährliche Schränke absichern können. Zum Beispiel durch das Anbringen einer Kindersicherung. Dazu finden Sie im Text unten noch Tipps aus gelebter Praxis. Sollten Sie bereits eine Alarmanlage besitzen oder planen, können Sie einen Öffnungsmelder an die Tür der Schränke montieren und eine Meldung auf Ihr Telefon oder die Innensirene einstellen.

Welche Elektrogeräte braucht man?

Küchen haben häufig die meisten Geräte im Haus. Neben der Kaffeemaschine, dem Toaster, der Mikrowelle und dem Wasserkochen finden sich häufig Geräte die man nicht ständig benutzt. Wenn die Geräte nicht zu groß sind und Sie ausreichend Platz haben, nutzen Sie die Möglichkeit und verstauen diese. Viele Küchen haben ein großes Fach, wo die selten benutzen Geräte reinpassen. Das kann zum Beispiel der Cooker, ein Waffeleisen oder Smoothie-Maker sein.

Warum sollte man Küchengeräte verstauen?

Zum einen sieht es besser aus wenn die Arbeitsplatte nicht komplett voll mit Geräten ist und zum anderen aus Sicherheitsgründen. Nutzen Sie Mehrfachsteckdosen, schalten Sie diese ab bei Nichtnutzung. Die Geräte müssen ja nicht ständig unter Strom stehen.

So haben Sie eine aufgeräumte Küche und weniger Geräte in der Steckdose.

Wichtig ist außerdem, dass keine Kabel in der Nähe des Spülbeckens oder Ofens verlegt werden.

Was hilft gegen Keime?

Keime sind Verursacher unzähliger Krankheiten und können zum Teil im eigenen Haus verhindert werden. Sie erfahren sonst auf dieser Homepage wie man sich gegen Einbrecher schützen kann. Doch eine Alarmanlage und deren Komponenten helfen eher selten gegen Keime.

In der Küche können Sie folgendes machen: Lagern Sie die Schwämme trocken und nicht warm. Viele von Ihnen wissen ja sicherlich, dass ein feuchter und warmer Schwamm die Brutstätte vieler Bakterien werden kann. Einigen Empfehlungen sagen sogar, dass man den Schwamm in der Spülmaschine mit waschen sollte, um die meisten Bakterien abzutöten. Zudem sollte der Schwamm wöchentlich getauscht werden.

Ein weiterer Freund von Keimen sind Schneidebretter. Achten Sie darauf für Fleisch und Gemüse verschiedene Bretter zu verwenden.

Nach dem Berühren von rohem Fleisch sollte man sich zudem die Hände waschen, bevor man mit dem Kochen fortfährt. Die dritte Quelle für Keime kann Ihre Arbeitsplatte sein. Neben dem Wischen mit Lappen und Handtuch, wird es helfen die Arbeitsplatte ab und zu mit antibakteriellen Tüchern zu reinigen.

Schranksicherungen für die Küche

Damit Ihre Kinder nicht Zugang zu all den gefährlichen Dingen in der Küche bekommen, ist das Anbringen einigen Schranksicherungen sinnvoll. Damit verschaffen Sie sich viel Ruhe und können insbesondere Kleinkinder für ein paar Sekunden in der Küche unbeaufsichtigt lassen. Die Schranksicherungen verhindern das unbefugte öffnen der Küchenschränke und je nach Geschick der Kinder, helfen sie in den ersten 2-3 Lebensjahren. Für Kinder ab 3 Jahren, können Sie zum Beispiel Magnet Schranksicherungen verwenden, welche einen Magnetschlüssel haben. So sind die Schränke auch vor geschickten Kinderhänden geschützt und Sie benötigen einen Magnetschlüssel zum öffnen.

Was hilft gegen Einbrüche in der Küche

In Einfamilienhäusern ist die Küche in der Regel im Erdgeschoss. Dadurch werden Küchen häufig benutzt um in Häuser einzubrechen. Ich hatte in den letzten Jahren unzählige Betroffene kennengelernt, bei denen es genau so passierte. Ist aber auch logisch, denn die Auswahl an Räumen im Erdgeschoss ist begrenzt. Alternativ kann sich ein Einbrecher das Wohnzimmer, den HWR oder das Gäste WC aussuchen.

Gegen Einbrüche in der Küche ist es wie in jedem anderen Raum. Es hilft wenn Sie das Küchenfenster mechanisch absichern und verstärken. Zusätzlich ist der Einbau einer Alarmanlage immer sinnvoll. Diese sorgen für eine gewisse Abschreckung. Sollte es trotzdem jemand versuchen, wird es in der Regel richtig laut und das schreckt auf jeden Fall ab. Einbrecher sind schließlich feige und wollen nicht entdeckt werden. Außerdem sollten Sie bei Abwesenheit das Fenster richtig verschließen. Denn nur so sind alle Verriegelungen des Fensters eingehakt und das Fenster einigermaßen sicher. 

Fazit:

Da ist ja einige los in Ihrer Küche. Ich hoffe einige Punkte ergeben Sinn und helfen Ihnen. Wenn Ihnen mindestens ein Abschnitt gefällt, teilen Sie ihn doch gerne. Dann wird es bekanntlich doppelt so schön.

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