Garage und Garagentor sichern

Garagen sind häufig mehr als nur ein Abstellplatz für Ihr Auto. Neben Werkzeugen, Getränken, Fahrrädern und Lagerfläche, gibt es einiges das Sie schützen können. Deshalb haben wir in unserer nächsten Sicherheitsreihe ein paar Dinge zusammengestellt, auf die Sie in der Garage achten sollten.

Der richtige Einbruchschutz in der Garage

In der Regel wird Ihr Auto den größten Wert in Ihrer Garage haben. Zumindest wenn es darin steht. Doch nicht nur das Auto selbst, auch die Dinge in Ihrem Auto können von Wert sein. Wenn ich zum Beispiel bei mir im Auto an den Kindersitz denke oder manchmal an Dinge, die ich im Auto für die Arbeit lagere.

Ich habe schon öfter von Kunden gehört, dass Ihnen die Airbags geklaut wurden oder das Radar für den automatischen Abstand beim Tempomat. Es hilft auf jeden Fall, wenn man den Autoschlüssel nicht stecken lässt oder irgendwo in der Garage liegen lässt. Besonders wenn die Garage einen Zugang zum Haus hat, hilft es wenn dieser Zugang geschützt ist. Zum Beispiel sollte kein Schlüsselkasten in der Garage hängen.

Garage sichern

Eine weitere Gefahrenquelle ist das Auto selbst. Kommen Sie nicht auf die Idee, dass Auto im Winter mit laufenden Motor aufzuwärmen. Das ist lebensgefährlich. Das ausgestoßene Kohlenmonoxid könnte in Ihr Haus eindringen. Ein CO-Melder kann hier Abhilfe schaffen. Um Fehlalarm zu verhindern, sollten Sie den CO-Melder nicht in der Nähe des hinteren Fahrzeugteils montieren.

Alarmanlage für die Garage

Sollten Sie bereits eine Alarmanlage in Ihrem Haus haben, können Sie damit auch Ihre Garage absichern. Die meisten Häuser verwenden Funk-Alarmanlagen und zusätzliche Melder lassen in der Regel schnell anlernen.

Tipp: verwenden Sie in Garagen keinen normalen Infrarot-Bewegungsmelder. Diese reagieren auf Wärmeveränderung und könnten wenn Ihr Auto Wärme abstößt, einen Fehlalarm auslösen. Garagen sichert man mit Dualen Bewegungsmeldern. Diese haben zusätzlich einen Ultraschall Detektor und ist perfekt für Räume mit Durchzug geeignet.

Melder die Sie in Ihrer Garage mit einer Alarmanlage verwenden können:

  • Duale Bewegungsmelder
  • Rolltorkontakte 
  • Wassermelder
  • CO-Melder
  • Wärmemelder (reagieren auf Maximaltemperatur oder schnellen Temperaturanstieg)

Doch wie sichert man das Garagentor gegen Einbrüche? 

Im Zusammenhang mit der Alarmanlage können Sie Rolltorkontakte verwenden. Diese werden in der Regel mit einem Funksender (Kommunikation zur Alarmanlage) verbunden. Sollte nun jemand versuchen das Rolltor der Garage hochzuschieben, kommt es zu einem Alarm. 

Für unsere Kunden programmieren wir die Garage häufig als eigenen Bereich. Dadurch ist man in der Bedienung etwas flexibler. Wenn es gewünscht ist, schaltet man nun die Melder in der Garage einzeln, oder zusammen mit anderen Sicherungsbereichen ein. 

Wer keine Alarmanlage hat und auch keine haben möchte, kann sein Garagentor auch mechanisch gegen Einbrüche sichern. Moderne Garagentore haben bereits einen Hochschiebschutz integriert. Alternativ könnte man auch selbst eine Sperre einbauen. 

Garagentor Einbruch

Motorrad und Fahrrad in der Garage sichern

Um Ihre Zweiräder in der Garage gegen Diebstahl zu schützen, können Sie an einer Werkbank oder Wand eine große Metallöse für ein Fahrrad- bzw. Motorradschloss einbauen. Dann hat das Fahrrad und Motorrad einen festen Platz in der Garage und ein Diebstahl für den Gelegenheitsdieb ist deutlich erschwert.

Für Motorräder gibt es Ständer mit Schloss und einer Bodenverankerung. Diese sind schwer zu knacken und für viele sicher komfortabler in der Nutzung. 

Wie in jedem Szenario des Einbruchschutzes geht es darum, einen Diebstahl zu erschweren. 

Lassen Sie als nicht die passenden Schlüssel im Raum. 

Garagen aufräumen und richtig lagern

Möglicherweise benutzen Sie Ihre Garage nicht nur als Parkplatz. Die zweithäufigste Nutzung ist ja schließlich das lagern von Dingen, die man rundum das Haus benutzt. Ich will jetzt diesen Text nicht zu einem Arbeitssicherheitslehrgang machen, doch so ein bisschen Ordnung macht die Garage schon um einiges sicherer.

Wenn Sie Inspiration benötigen, wie so etwas in der Praxis aussieht, kann ich Ihnen die Bücher von Marie Gondo empfehlen. Die Bestseller Autorin hilft Hauptberuflich Menschen dabei, Ihr Zuhause aufzuräumen und teilt das Wissen in Ihren Büchern. Falls Sie keine Lust darauf haben ein Buch zu lesen, kann ich das gut nachvollziehen und fasse hier kurz die Gefahren falscher Lagerung zusammen:

  • Schwere Dinge die hoch lagern und auf einen fallen – können schmerzen.
  • Leicht entzündliche Dinge sollten gut gelagert werden. Dazu zählen Reinigungsmittel und Chemikalien, welche besser in einem abschließbaren Schrank gelagert werden.
  • Auch altes Holz, Stoffe und Staub können zu einem brennbaren Gemisch werden. 

Fazit: Wir sehen, in der Garage gibt es die ein oder andere Gefahr.

Auch beim Einbruchschutz sollte man die Garage nicht außer acht lassen. Ich habe zum Beispiel Kunden, bei denen wurde nicht im Haus eingebrochen, sondern in der Garage. Dabei wurden einige sehr hochwertige Fahrräder geklaut und das war für die Radsport begeisterte Familie schon ein riesiger Schock. In dem Fall haben wir die Garage als eigenen Bereich der Alarmanlage abgesichert. Jetzt können Sie diese je nach Situation beliebig ein- und ausschalten.