Einbruchschutz für Ihre Tür

Obwohl die Eingangstüren häufig gut einsehbar sind, nutzen Einbrecher manchmal den direkten Weg ins Haus. In Wohnungen am häufigsten, da es wenig Alternativen zum Einbrechen gibt.

Was können Sie unternehmen, um Ihre Haus- bzw. Wohnungstür sicherer zu machen? 

Wie wird an Eingangstüren eingebrochen?

Zuerst sollte man verstehen, wie überhaupt eingebrochen wird. Dieser kleine Einblick wird Ihnen dabei helfen, Ihre Eingangstür einbruchsicherer zu machen.

  1. Türen werden häufig mit roher Gewalt geöffnet. Es wird mit Hilfe von Hebelwirkung versucht, die Verriegelungen der Tür zu brechen. Häufig beginnen die Täter mit dem Zylinder, oder es werden die Verriegelungen nacheinander aufgebrochen. Die Werkzeuge sind Schraubendreher, Holzkeile und Brechstangen. 
  2. Eine weitere Methode, um Eingangstüren aufzubrechen, sind sogenannte gewaltfreie Öffnungen. Dabei verwenden Eindringlinge Werkzeuge aus einem Dietrich-Set. Einfache Schließzylinder können auf diese Weise schnell geknackt werden und die Eingangstür überwunden werden. 
  3. Die heimtückischste Technik, die von Kriminaltechnikern nur schwer nachzuweisen ist, nutzten vor allem kriminelle Banden. Es gab reihenweise Einbrüche mit sogenannten Schlagschlüsseln. Diese Sets mit Schlüsselrohlingen werden auch von Schlüsseldiensten verwendet.  Betrachtet man den Zylinder genauer, kann man Hersteller und Nummer in der Regel erkennen. So haben Kriminelle schnell die richtigen Sets zur Hand. Die Zacken des Rohlings sind etwa gleich lang, und mit einem Gummihammer werden diese in den Zylinder gehauen. Anschließend können sie die Tür einfach aufschließen. Das funktioniert zum Glück nicht mit jeder Tür. Deshalb kann man nur empfehlen, ein paar Euro mehr für ein hochwertigen Zylinder auszugeben.

Diese Liste könnte man noch fortsetzen, denn Sie können sich bestimmt vorstellen, dass Einbrecher sehr kreativ sind.

Wie sicher ist Ihre Haustür?

Prüfen Sie im ersten Schritt, wie sicher Ihre Tür bereits ist. Öffnen Sie dazu Ihre Haustür und sehen Sie einmal genau hin. Verfügt Ihre Tür über eine Mehrfachverriegelung? Wie dick und stabil fühlt sich Ihre Eingangstür an? Haben Sie eine Alu- oder eine Holztür? Gibt es Glaselemente in Ihrem Eingangsbereich, und wie sicher fühlt sich das Glas beim Klopfen an? Hat Ihre Haustür bereits zusätzliche Einbruchsicherungen?

Jetzt haben Sie schon ein besseres Gefühl für die IST-Situation. Vielleicht verfügt Ihre Eingangstür schon über eine sehr hohe Schutzklasse.

Ersetzen Sie zu kurze Schrauben in Ihrer Tür

Eine häufige Schwachstelle sind zu kurze Schrauben in den Metallplatte Ihrer Eingangstür. Diese Beschläge brechen dann mit etwas Hebelwirkungen schnell weg und die Tür ist offen. Besonders Holztüren können hier mit wenig Aufwand sicherer werden.

Für einen guten Einbruchschutz einer Eingangstür , sollten Sie also auf lange Schrauben achten.

Wenn Sie beim Herausdrehen einer Schraube merken, dass diese nur 2 Zentimeter lang sind, ersetzen Sie diese durch eine längere Schraube. Sollte Ihnen das nicht reichen, können Sie auch die Beschläge und Metallplatten austauschen. Diese Platten gibt es bereits ab 10, ,  mit mehr Verschraubungen für einer besseren Verankerung. So unwahrscheinlich es auch klingen mag, es ist eine bewährte und praktische Methode zur Verbesserung der Sicherheit an einer Haustür. Wenn Sie dies getan haben, ist es wahrscheinlicher, dass Ihre Tür zersplittert und bricht, als dass die Tür erfolgreich eingetreten wird.

Im Wesentlichen übt der Riegel mit Standardschrauben nur Druck auf das Schließblech aus. Das Schließblech wird so nur in der Türverkleidung befestigt. Die Türverkleidung ist nicht wesentlich stabil, so dass das Schließblech beim Bruch der Verkleidung von der Tür abgerissen wird. Wenn das Schließblech abreißt, nimmt es die Verkleidung mit. Dadurch hat der Riegel nichts mehr, in das er hineinragen kann.

  • Kurze Schrauben halten nur die Bleche fest und bieten keinen Einbruchschutz
  • Ersetzen aller Schrauben erhöht die Sicherheit
  • Alte Beschläge und Bleche lassen sich einfach ersetzen

Wie einbruchsicher sind Ihre Türbeschläge?

Türbeschläge sind das Metall im Innenleben Ihrer Tür. Die Beschläge sorgen für mehr Stabilität und Sicherheit bei Holztüren und werden heute bei jeder Art von Tür verwendet. Insbesondere der Teil, in den Ihr Schloss eingebaut ist, kann hierbei eine Schwachstelle sein.

Sie können Ihre Eingangstür sicherer umbauen, indem Sie einen Türschutzbeschlag mit Zylinderschutz bzw. Sicherheitsrosette einbauen.

Sie werden installiert, indem das aktuelle Schloss abgenommen und der Deckel mit Schrauben an der Tür befestigt wird, bevor das Schloss wieder eingebaut wird. Sobald das Schloss an der Tür befestigt ist, wird der Deckel sowohl mit Stellschrauben als auch mit dem Schloss befestigt. Dadurch wird eine weitere Schicht aus gehärtetem Material hinzugefügt, welche verhindert, dass die Tür um die Löcher herum, aufgebrochen wird.

Ein Türschutzbeschlag mit Zylinderschutz schützt gegen rohe Gewalt und verstärkt Ihre Eingangstür. Die Schutzrosetten helfen gegen aufbohren und „aufknacken“.

Welche Zusatzschlösser gibt es für Eingangstüren?

1. Zusatzschlösser für den Innraum

Sie können Ihre Haustür verstärken, indem Sie ein Schloss oder Riegel hinzufügen, welches sich nur von Innen öffnen lässt. Diese haben kein Schlüsselloch und können nur von Ihnen benutzt werden, wenn Sie Zuhause sind. Zusatzschlösser für Eingangstüren lassen sich in der Regel sehr einfach installieren. Durch die mitgelieferten Schablonen, brauchen Sie nur die Löcher anzeichnen und innerhalb von wenigen Minuten ist Ihre Eingangstür besser geschützt.

2. Panzerriegel für Eingangstüren 

Neben den Riegelsystemen gibt es auch noch eine Maximalvariante mit besonders hohen Widerstand. Der Panzerriegel. Mittlerweile sieht man an einigen Haustüren sogenannte Panzerriegel bzw. Querriegel. Diese sichern die Tür über eine besonders große Fläche und es gibt Varianten, welche sich nur von Innen verriegeln lassen und andere wiederum mit einem Schließzylinder, der auch von Außen benutzt werden kann.

3. DoorJammer für Wohnungstüren 

Die oben genannten Nachrüstungen funktionieren sicher nicht in jedem Haushalt. Zum einem weil es optisch nicht jedem gefällt und zum anderen weil nicht jeder Eigentümer seines Zuhauses ist. Ich kann mir gut vorstellen, dass viele Vermieter derartige Nachrüstungen an Türen nicht gut heißen. Aus diesem Grund möchte ich Ihnen noch ein System vorstellen, mit der Sie jede Tür absichern können, ohne handwerklichen Aufwand.

Der DoorJammer ist genau das passende Produkt für Wohnungen zum Absichern der Eingangstür. Dieser lässt sich ohne Bohren und Schrauben temporär an der Tür befestigen und sichert nahezu alle Einbruchszenarien ab. 

Einbruchschutz für Eingangstüren (Design & Installation)

Design: Bevor Sie Ihre Eingangstür einbruchsicher umbauen, schauen Sie sich die Eingangstür genau an. Eine sichere Tür ist wichtig, es sollte Ihnen gefallen. Es gibt wirklich unschöne Türsicherungen. 

Installation: Wenn Sie schon dabei sind die Tür zu betrachten, prüfen Sie ob es einen Abstand zwischen Rahmen und der Eingangstür gibt. Das ist wichtig, denn einige Nachrüstungen benötigen eine bündige Oberfläche.

Welche Sicherheitstips gibt es für Ihre Tür?

  1. Schließen Sie Ihre Tür ab. Selbst wenn Sie zusätzliche Sicherheitsvorkehrungen treffen, besteht die erste Schutzmaßnahme darin, die Türen Ihres Hauses stets verschlossen zu halten. Sollten Sie das vergessen, können Eindringlinge mit einfachen Mitteln die Tür öffnen. Wenn Ihr Schloss nicht stabil genug ist, sollten Sie ein smartes Schloss in Betracht ziehen, das mit einem überwachten Sicherheitssystem für zusätzliche Sicherheit im Haus kombiniert werden kann. Auf diese Weise können Sie die Tür aus der Ferne verriegeln, falls das mal notwendig ist.
  2. Wenn Sie eine Eingangstür mit Glas haben, achten Sie auf die dicke des Glases. Verzichten Sie auf keinen Fall auf Sicherheitsglas. Türen mit Glas sind sehr beliebt, da Sie viel Licht in den Flur lassen. Doch aus Sicht der Sicherheit schauen Sie beim Kauf genau hin. Das gilt auch für Oberlichter. Sollte die Glasfläche größer sein, können Sie einen Glasbruchmelder in Ihre Alarmanlage integrieren. Als Nächstes könnten Sie Gitterstäbe über das Glas legen, dass niemand durch sie hindurch gelangen kann. Das ist für die meisten Menschen nicht die Antwort, denn nur sehr wenige Hausbesitzer mögen die Idee von vergitterten Fenstern. Sollten Sie unsicher über Ihre Glasflächen an der Eingangstüren sein, können Sie auch einbruchhemmende Folie einsetzen. Diese ist recht günstig und Sie können sich weiterhin über das Tageslicht im Flur freuen.
  3. Installieren Sie ein Zusatzschloss. Die Sicherheit für Ihre Eingangstür erhöht sich mit jeder weiteren Verriegelungen. Das gilt für die Tür selbst und natürlich auch für zusätzliche Riegel.

Welche Tipps gibt die Polizei zum Einbruchschutz?

Bei den Sicherheitsberatungen der Polizei werden Sie lernen, dass ein Großteil der Sicherheit durch Abschreckung kommt. Die Angst, dass Kriminelle angehalten oder entdeckt werden ist zu groß. Sie wollen von niemanden gesehen werden, der sie identifizieren könnte. Deshalb besteht eine der besten Möglichkeiten, die Sicherheit an der Haustür zu erhöhen, darin, dafür zu sorgen, dass der Eingang sichtbar ist. Hohe Hecken, Mauern und dichte Bäume geben Einbrechern die Sicherheit in Ruhe Ihr Tageswerk zu verrichten.

Hindernisse können Zäune, Sträucher oder sogar etwas scheinbar Harmloses wie Dunkelheit sein. Alles, was es Menschen erlaubt, Ihre Tür mit einem gewissen Grad an Geheimhaltung anzugreifen, schadet der Sicherheit Ihrer Haustür. Wenn jedoch die Chance besteht, dass Ihre Nachbarn oder Fußgänger die Täter erwischen, sinkt die Wahrscheinlichkeit eines Einbruchs durch die Hauseingangstür. Manchmal hilft selbst eine gute Beleuchtung.

  • eine gute Sichtbarkeit Ihrer Tür erhöht die Sicherheit
  • Einbrecher mögen schlechte Beleuchtung, hohe Pflanzen, Zäune und Tore als Sichtschutz
  • eine sichtbare Haustür reduziert die Chance eines Einbruches, da das Risiko für Kriminelle zu hoch ist erwischt zu werden.

Überwachungskamera für Eingangstüren? 

Eine großartige Möglichkeit, die Sicherheit an der Haustür zu verbessern, ist, sie mit Videoüberwachung im Blick zu behalten. Es gibt im Wesentlichen zwei Möglichkeiten der Überwachung. Entweder installieren Sie Videokameras mit Blick auf die Eingangstür, oder Sie installieren eine Klingel mit Kamera.

Das Thema Videoüberwachung bringt natürlich auch einige Herausforderungen mit sich (Stromversorgung, Aufzeichnung, Netzwerkkabel, DSGVO). Doch lassen sich diese Themen häufig mit etwas Planung schnell beheben.

Haustürklingeln mit Kameras sind aktuell voll im Trend und glücklicherweise inzwischen richtig gut. Diese Klingeln lassen sich mit einer App verbinden, zeichnen die Videobilder in der Cloud auf und informieren Sie bei Bewegungen vor der Haustür. Sollte der Einbrecher klingeln, haben Sie auch garantiert ein schönes Bild vom Täter.

Schlusswort:

Ich hoffe Ihnen hat der ein oder andere Punkt geholfen. Sie dürfen diesen Artikel gerne an Ihre Freunde, Nachbarn und Bekannten schicken. Es gibt eine Menge Verbesserungen, die Sie an der Sicherheit Ihrer Haustür vornehmen können. Doch die Möglichkeiten sind schon überwältigend genug. Wenn Sie die gewünschte Vorgehensweise gefunden haben, müssen Sie entscheiden, ob Sie Ihre Sicherheit selbst verbessern oder die Hilfe eines Fachmanns beanspruchen. Wenn Sie nicht wissen, wie Sie mit der Sicherheit Ihrer Haustür beginnen, kann Ihnen der örtliche Schlosser oder Handwerker für Sicherheitstechnik weiterhelfen. Bleiben Sie sicher und schützen Sie Ihre Haustür.